5 gute Gründe für einen Jobwechsel
Wer kennt das nicht? Sie kommen nach einem frustrierendem Arbeitstag nach Hause und denken sich “Am Wochenende suche ich mir einen neuen Job!”. Oft hilft uns ein wenig Distanz, um Klarheit darüber zu erlangen, ob die Ursache dieser Gedanken eine Stimmungsschwankung ist - weil es z.B. auch im Privatleben gerade nicht perfekt läuft - oder ob handfeste, reale Gründe vorliegen, den Arbeitgeber zu wechseln.
Problemanalyse mit hilfreichen Freunden
Um dies herauszufinden, hilft eine Problemanalyse. Klingt technisch, muss es aber nicht sein! Unser bevorzugter Weg ist es, mit einem objektiven Freund zu sprechen. Indem Sie gezwungen sind, die Fakten so strukturiert wie möglich darzustellen, sortieren Sie bereits die Dinge in Ihrem Kopf. Wenn Ihr Gesprächspartner neutral und objektiv aufnimmt, was Sie gehört haben, es reflektiert und spiegelt, werden Sie schnell herausfinden, ob es gültige Gründe für einen Jobwechsel gibt.
Boreout - eine qualitative oder quantitative Unterforderung
Unterforderung ist ebenso ungesund wie Überforderung. Wenn Sie das Gefühl haben, jeden Tag dasselbe zu tun, zu wenig Abwechslung zu haben und Ihre Aufgaben mit der linken Hand zu erledigen, sind Sie wahrscheinlich qualitativ unterfordert. Dies ist ein Zustand, der oft nicht einmal erkannt wird. Ein Dialog mit einer vertrauenswürdigen Person kann helfen, dieses Problem zu erkennen. Jetzt ist es an der Zeit, aktiv zu werden! Planen Sie ein Mitarbeitertreffen und sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten über Ihr Problem. Gibt es die Möglichkeit einer substanziellen Jobbereicherung oder einer Versetzung? Wenn nicht, könnte das ein guter Grund für einen Jobwechsel sein.
Fehlende Weiterentwicklungsmöglichkeiten
Du wachst morgens auf und hast keine Lust, zur Arbeit zu gehen? Bist du schon lange in demselben Job? Bietet dir dein Vorgesetzter weder Unterstützung noch Freiheit, um dein Potenzial zu entwickeln, trotz deiner Anfrage? Je nach Größe und Struktur des Unternehmens kann es möglich sein, in eine andere Abteilung zu wechseln und einem neuen Vorgesetzten zugewiesen zu werden. Erkunde zuerst alle Möglichkeiten, bevor du anfängst, Gründe für einen Jobwechsel aufzulisten. Hast du dich zum Jobwechsel entschieden? Dann erfahre, wie du Online-Bewerbungen richtig einreichen kannst.
Mangelnde Wertschätzung
Ein einfaches “Danke” kann Wunder bewirken. Leider ist vielen Führungskräften dies nicht bewusst. Dabei ist Wertschätzung und Anerkennung eine der häufigsten Ursachen für einen Arbeitgeberwechsel. Haben Sie es schon mit dem Modelllernmethode von Albert Bandura versucht? Manchmal hilft es, wenn man seiner Chefin oder seinem Chef das gewünschte Verhalten vorlebt.
Unzufriedenheit mit der Branche oder dem Beruf
Sie können sich nicht mehr mit der Branche identifizieren? Wesentliche Rahmenbedingungen haben sich in Ihrem Beruf geändert? Und das harmoniert nicht mehr mit Ihnen als Person? Dann haben Sie definitiv gute Gründe, nach einem neuen Tätigkeitsfeld zu suchen. Am besten gehen Sie systematisch vor! Analysieren Sie, was Sie genau stört. Und versuchen Sie herauszufinden, was Ihnen auf der anderen Seite fehlt. Diese schnelle Analyse kann Ihnen bereits eine Idee für einen neuen Zielsektor oder einen neuen Beruf geben.
Mehr Gehalt bei der Konkurrenz
Ganz weit oben auf der Liste der häufigsten Kündigungsgründe steht das Gehalt. Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Arbeitsleistung eigentlich mehr Gehalt wert ist? Dass, man bei der Konkurrenz besser verdient? Und fühlen Sie sich deshalb demotiviert und vielleicht auch ungerecht behandelt? Bevor Sie woanders Ihr Glück versuchen, sprechen Sie mit Ihrer oder Ihrem Vorgesetzten. Vielleicht gelingt es Ihnen, eine stufenweise Gehaltserhöhung zu erhalten. Oder Sie kompensieren Ihre Gehaltswünsche durch weitere Unternehmensbenefits (z.B. Fitness-Studio etc.). Auf jeden Fall lohnt es sich, dieses Gehaltsgespräch intensiv vorzubereiten. Denn wenn nur die Bezahlung das Manko an Ihrer aktuellen Firma ist, spricht vieles dafür zu bleiben. Ein Jobwechsel ist der ideale Moment, um dein Profil aufzufrischen – nutze unsere LinkedIn-Tipps für Jobwechsler.
Wie viele Jobwechsel verträgt ein Lebenslauf?
Früher wollten Personalleiter konstante Lebensläufe mit wenigen Unternehmenswechseln sehen. In der heutigen VUCA-Welt, die geprägt ist durch Agilität und Geschwindigkeit, sind die Lebensläufe von Bewerberinnen und Bewerbern weitaus dynamischer und wechselhafter geworden. Die Frage nach einer maximalen Anzahl von Jobwechseln läßt sich nicht so einfach beantworten. Es kommt auf die Branche und den Beruf an. Beispielsweise arbeiten Ingenieurinnen und Ingenieure häufig an langjährigen Projekten, die über 5 Jahre laufen. In diesem Beruf sind Arbeitgeberwechsel alle 2 Jahre ungünstig. Im Beruf der Finanzbuchhalterin oder Finanzbuchhalter wäre diese Wechselfrequenz problemlos.
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